Muss der Verein die Vergütung während der Versetzung weiterzahlen?
Das lässt sich nicht ohne Vertrag und Sachverhalt beantworten. § 1155 ABGB kann relevant sein, wenn der Spieler leistungsbereit war und durch Umstände aus der Sphäre des Vereins an der Leistung gehindert wurde. Die konkrete Abrechnung und mögliche Anrechnungstatbestände müssen geprüft werden.
Ist die Nichtaufstellung bereits eine Vertragsverletzung?
Die bloße sportliche Auswahlentscheidung ist von einem Ausschluss vom Training oder vom Zugang zu vertraglich zugesagten Leistungen zu unterscheiden. Erst die tatsächliche Maßnahme und der Vertrag zeigen, welche Prüfung erforderlich ist.
Wie soll ein Spieler seine Leistungsbereitschaft zeigen?
Eine sachliche schriftliche Erklärung, ein nachvollziehbares Leistungsangebot und eine geordnete Dokumentation der Anweisungen können hilfreich sein. Eigenmächtige Handlungen oder öffentliche Vorwürfe schaffen dagegen oft zusätzliche Risiken.
Was gilt bei einer Versetzung wegen Verletzung?
Dann sind Arbeitsunfähigkeit und Entgeltfortzahlung gesondert zu prüfen. Bei Angestellten kann § 8 AngG relevant sein. Die medizinischen Nachweise sollten vertraulich und nur im erforderlichen Umfang weitergegeben werden.
Kann die Versetzung automatisch zur Kündigung führen?
Nein. Ein Trainingsausschluss beendet den Spielervertrag nicht automatisch. Eine Kündigung, ein Rücktritt oder eine einvernehmliche Auflösung brauchen eine eigene Prüfung der Vertragsklauseln und des konkreten Pflichtverstoßes.